Von Uwe Ebert, Baureparaturen & Sanierung, Berlin. Stand Oktober 2026.
Selbst entfernen: so geht es richtig
- Schützen: Handschuhe, eine FFP2-Maske und eine Schutzbrille. Kinder und Menschen mit Allergien oder Asthma verlassen den Raum.
- Nicht trocken abbürsten: Das wirbelt Sporen auf. Die Fläche erst anfeuchten.
- 70-prozentiger Alkohol: Ethanol oder Isopropanol aus der Apotheke auf ein Tuch geben und den Fleck abwischen. Mehrmals, mit frischem Tuch.
- Trocknen und lüften: Fenster weit auf, die Stelle trocknen lassen, Tücher im Beutel entsorgen.
- Beobachten: Kommt der Fleck nach ein paar Wochen wieder, sitzt die Ursache in der Wand.
Welche Mittel nicht helfen
Essig ist auf kalkhaltigem Putz wirkungslos und kann Schimmel sogar Nahrung geben. Chlorhaltige Sprays bleichen die Flecken, töten tiefer sitzenden Befall nicht ab und belasten die Raumluft. Farbe und Isolierweiß verstecken den Schimmel nur, mehr dazu unter Schimmel überstrichen.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist
- Die Fläche ist größer als etwa ein halber Quadratmeter
- Der Putz ist weich, bröselig oder der Schimmel sitzt erkennbar darin
- Es wurde schon einmal drübergestrichen
- Der Schimmel kommt immer wieder an derselben Stelle
- In der Wohnung leben Menschen mit Vorerkrankungen
Dann muss der befallene Putz raus und die Ursache behoben werden. Wie das abläuft, zeigen wir mit Fotos einer Loggia auf der Seite Schimmelbeseitigung in Berlin. Dort gibt es auch einen Schimmel-Check mit drei Fragen.
Schimmel in der Wohnung vorbeugen
- Drei- bis viermal am Tag fünf bis zehn Minuten stoßlüften, nicht dauerkippen
- Räume nicht unter etwa 16 °C auskühlen lassen, auch das Schlafzimmer nicht
- Schränke einige Zentimeter von Außenwänden abrücken
- Nach dem Duschen Fliesen und Fugen trocken wischen
- Wäsche möglichst nicht in der Wohnung trocknen



